Piraten kritisieren mangelnde Gefahreninformation

Holger Gier, Stadtratsmitglied der Piraten in Saarlouis, kritisiert die mangelhafte Informationspolitik der Stadt bezüglich der Verunreinigung des Saarlouiser Trinkwassers mit krankheitserregenden Keimen:

„Die für schnelle Informationen geschaffenen Handy-Apps KATWARN oder NINA wurden nicht genutzt, um die Bevölkerung unmittelbar nachdem bekannt war, dass vom Trinkwasser Gesundheitsgefahren ausgehen können und das Wasser nun gechlort wird, zu informieren. Durch diese Anwendungen werden Nutzer per Push-Benachrichtigung informiert, wenn eine Gefahrenlage besteht und Hinweise gegeben, wie sich Bürger verhalten sollen. Im Gegensatz zu anderen Städten, die die Bevölkerung hierüber informieren, dass etwa von Brandrauch gesundheitsschädliche Wirkungen ausgehen, hat Saarlouis eine solche Meldung versäumt. Auf der sehr unübersichtlichen Homepage der Stadt findet sich zwar eine Meldung im Bereich Aktuelles. Diese ist aber nicht auf Anhieb präsent und wird auch durch neuere Meldungen verdrängt. Wer nicht aktiv sucht, gefährdet seine Gesundheit. Die Stadt muss, was Meldungen über Gesundheitsgefahren für die Bevölkerung angeht, deutlich schneller werden und endlich auch moderne Informationskanäle wie Warn-Apps oder Social-Media-Kanäle oder DAB+ Rundfunksystem zur Information nutzen. In diesem Bereich hinkt die Stadt anderen Gemeinden technisch hinterher“, so Gier abschließend.


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